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Dem Deutschen Volke
ist das Reichtagsgebäude gewidmet.

Aber angefüllt ist das ehrenwerte Haus mit Politikern !

Der Eulenspiegel lacht sich eins. 700 Jahre sind wir weiter. Dazugelernt haben wir nichts. Wir lassen noch immer zu, daß Gier und Dummheit uns regieren, mal in uns selbst, mal in der Gestalt jener merkwürdiger Menschen, die sich selbst Politiker schimpfen. Denen nehmen wir nicht wirklich übel, daß sie sich trauen, was wir selbst nur zu gerne täten, nämlich mit vollen Händen zusammengestohlenes Hab und Gut aus dem Fenster werfen. Manchmal möchte man lachen über die tollpatschige Dreistigkeit, mit der die gierig Dummen uns tief in die Taschen greifen. Oft lassen wir das einfach zu, so wie wir dem Pony gerne erlauben, uns den Kanten Brot aus dem Hosensack zu stehlen. Wir amüsieren uns und jammern erst dann laut auf, wenn der Griff gar zu tief und zu fest war oder überhaupt nicht mehr gelockert wird. Dann ist das Pony ein verfluchtes Mistviech und gar nicht mehr possierlich. Und doch weiß es das Pony ebensowenig besser, wie auch der gemeine Politiker an sich nicht wirklich weiß was er tut. Woher soll dieser Mensch das denn auch wissen?

Es gab Zeiten in unserem Land, da haben Menschen sich auf Drängen ihrer Artgenossen widerwillig bereit erklärt, für eine Weile mit Arbeit in der Politik zu leben; zum Wohle aller. Das hat Arbeitsplätze im Umfeld der Politik geschaffen. Die Politiker haben sich sehr schnell per Gesetz das Recht gegeben, sich selbst zu alimentieren, bzw. die Höhe ihrer Vergütungen selbst festzulegen und zu bestimmen, wen sie alles aus ihren Sippen mit an die von uns gefüllten Tröge rufen. Da war die zweite Generation der Politiker gleich versaut. Jetzt gab es nur Solche in den Parlamenten, die für nichts Anständiges zu gebrauchen waren. Wer sich im Handwerk oder in der Industrie aus Faulheit oder Ungeschick nicht zu behaupten wußte, wer in der öffentlichen Verwaltung und im Staatsdienst zum Beispiel mangels notwendiger Charakterstärke versagt hatte, der ging in die Politik. Da war es stets leicht, Geld zu verdienen. Daß diese Menschen trotz entsprechender Gelöbnisse recht wenig zum Nutzen unseres Landes beitragen konnten, ist leicht einzusehen. Inzwischen regiert unser Land die dritte Generation von PolitikerInnen. Die haben gleich darauf verzichtet, etwas Nützliches zu lernen. Diverse Hochschulabschlüsse (die sich all zu oft als durch Betrug erworben erweisen) sollen uns zwar über die generelle und umfassende Unfähigkeit dieser Menschen hinwegtäuschen, können aber nur zu der Frage führen, welcher Professor und welche Hochschule diesen Leuten das erflehte Diplom gegeben oder gar die Promotion bestätigt hat. Und vor allem muß man sich fragen, für welche Gegenleistung die Abschlüsse so leichtfertig gleich mit der Reputation hergegeben wurden.

Sei's d'rum; ganz gleich, wer da wem wofür die Steigbügel hält, haben wir heute eine politische Klasse am vom Blutsaugen schmerzenden Hals, deren Mitglieder nie etwas Gescheites gelernt und noch niemals auch nur eine ernsthafte und ehrliche Arbeit geleistet haben. Und denen erlauben wir, die Erträge unserer Arbeit zu verwalten, zu besteuern, aufzufressen und zu verschleudern. Wäre ich Till Eulenspiegel; ich würde über uns Dummen lachen. Aber ich bin nicht der Eulenspiegel. Das Lachen bleibt mir oft im Halse stecken ...

Friederich Prinz
Nov. 2005