Besucher seit 05/'16 : 293

Noch ein Böhmermann-Gedicht




 

Eine Schande für die deutsche Justiz

hieß es heute mehrfach und völlig richtig auf die Meldung hin, daß der zuständige Staatsanwalt die Anklage gegen Böhmermann gar nicht erst erheben will. Der zuständige Staatsanwalt hat dem Mitläufertum gehorchend das Recht gegen Karriere verkauft, damit den Mitläufern ihren Spaß an Dummheit erhalten und der Kanzlerin, die gar nicht anders konnte als der Strafermittlung zuzustimmen, aus der Patsche geholfen. Paßt schon.

Und was werfen wir den Türken, insbesondere Erdogan, bezüglich Rechtbrechung und Scheinjustiz gewöhnlich so vor? Da können wir locker mithalten. Zum Glück liegt unser Glashaus infolge diverser Justizskandale ohnehin längst in Trümmern. Durch die Scherben latschen die Idioten und freuen sich über einen neuen Sieg der Dummheit, der schon Morgen ihr eigenes Leben kosten kann. Einmal den Rechtsbruch zur Norm erhoben, wird man ihn nicht mehr los. Nicht nur die deutsche Geschichte kennt bittere Beispiele zuhauf dafür.

Den Türken rate ich, das gebrochene Recht selbst zu heilen. Ladet Böhmermann doch einfach mal in die Türkei ein. Er muß das ja gar nicht wollen, geschweige denn mögen. Und dann sagt einer dem Erdogan, daß der Böhmermann gerade da wäre ...

 

Ein Gedicht gegen ein Arschloch !

Die deutsche Journaille blamiert sich ein über das andere Mal. Reflexe ersetzen Reaktionen. Der Bauch hat alle Reste von Hirn, sofern vorhanden gewesen, längst an die Wand, bzw. weit unter die Gürtellinie gedrängt. Wen und was lassen die Hochschulen (?) heute eigentlich zu einem journalistischen Studium (?) zu?

Die deutsche Politik folgt weit überwiegend dem ewig geistlosen Mainstream der Meinungsmacher und stimmt in das Wutgeheul zum kollektiven Schutz eines ausgemachten Vollidioten ein. Von Presserfreiheit wird in diesen Tagen schwadroniert und weil das 'juristisch' nicht so wirklich paßt, gar von der weltweit undefinierten 'Kunstfreiheit', von 'Satirefreiheit' und anderem Unfug. Und dies alles weil ein bis dahin weitgehend unbekanntes, kleines Arschloch ebenfalls dem Mainstream folgend auch einmal etwas 'gegen Erdogan machen' wollte. Vom Ruhm der bekannten und erfolgreichen 'Comedians', die sich geistreich und wortgewandt mit den politischen Umtrieben eines sich allmählich zum Despoten entwickelnden Politikers auseinander setzen, wollte der Wicht 'etwas abschaben'. Ebenso geistlos wie arrogant und ignorant hat er sich dabei mit seiner häufig unflätigen Sprache in Formulierungen verrant, die ihm völlig zu recht mehrere Strafanzeigen des beleidigten Politikers einbrachten. Jetzt ist er 'berühmt', bejubelt von seinem intellektuell anspruchslosen, nächtlichen Publikum, beklatscht von den 'Erdogan-Hassern' der deutschen Journaille und Politik und kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen vom 'Normalverbraucher'.

Satire darf eben nicht (!) 'alles'. Auch Charlie Hebdo hätte die religiösen Gefühle der Muslime nicht verletzen dürfen. Es gibt noch immer 'Dinge, die man einfach nicht tut', so etwas wie einen 'guten Geschmack', einen moralisch getragenen Sinn dafür, was richtig ist und was falsch. Das Verletzen anderer Menschen gehört ohne jeden Zweifel zu den Dingen, die 'falsch' sind. Ausnahmen für Böhmermann und andere talentfreie Möchtegernsatiriker gibt es nicht! Auch die Jagd nach der Quote rechtfertigt kein 'böses Tun'!

Sein Programmdirektor und weitere Verantwortliche 'seines' Senders (Arbeitgeber) sind dabei übrigens mit in der Verantwortung! Das wird einer der Gründe sein, warum sich so viele Journalisten (?) beiderlei Geschlechts auftragsgemäß (?) hinter den Wicht stellen und in seinem Namen die 'Satirefreiheit' verteidigen.

Das Bürschlein spaltet die Gesellschaft in diesen Tagen, so wie ein Arschloch das gewöhnlich tut - mit einer tiefen Spalte 'mitten durch' und einem Loch aus dem nur Kacke kommt, mitten im 'Gesicht'.

 

Ein kleiner Wicht, recht unbekannt

und auch ziemlich hirnverbrannt,

voller Gier nach Ruhm und Ehre,

war sich selbst stets in der Quere,

konn't nicht denken, auch nicht reimen,

mußt' beim Publikum stets schleimen,

und dummdreist auf die Kacke hauen,

nur Dumme wollten ihn noch schauen

wenn er im Fernsehen schwadronierte

und and're Menschen schwer düpierte,

allein um endlich Ruhm zu kriegen.

Der Blödmann mußt' sich nicht verbiegen.

Den Ruhm bekam er, auf die Fresse,

nicht als Vertreter freier Presse,

nur als Blödmann, frei von Gaben,

die all seine Kollegen haben,

die witzig sind und Spaß uns machen

den Abend füllen voll mit Lachen,

die geistreich sind und voll Humor.

Das kommt beim Blödmann gar nicht vor.

Jetzt ist's vorbei mit der Karriere ?

die ohnehhin beendet wäre,

wenn er nicht endlich Quoten brächte

wie sein Programmdirektor dächte.

Er ist verbrannt, der gar nichts kann,

total verbrannt, der Böhmermann.

 

Jetzt warte ich darauf, daß Böhmermann MICH anzeigt oder mich anzeigen läßt (Anwalt oder bestellte 'Freunde'). Selbstverständlich werde ich mich dann auf die Freiheit der Kunst berufen und auf die Pressefreiheit scheißen, denn die ist nichts mehr wert wenn unter ihrem Deckmantel die Böhmermänner dieser Welt Zuflucht finden.

Friederich Prinz
Mai. 2016